Herzensentscheidungen treffen: 5 Tipps

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Wenn man bewusst sein Leben gestalten will, bedeutet das auch, bewusste Entscheidungen zu treffen. Und das am besten aus dem Herzen heraus. Wenn das nur immer so einfach wäre …

Denn da gibt es ja diese mega kluge Stimme im Kopf, die uns in Dauerschleife erzählt, was denn nicht angenehmer, sicherer, passender für uns wäre. Die Stimme, die meist ziemlich viel Angst vor Entscheidungen hat. Angst vor falschen Entscheidungen!

Gibt es falsche Entscheidungen überhaupt?

Ein guter Freund von mir meinte mal: “ Carmen, es gibt keine falschen Entscheidungen. Jede Entscheidung die du triffst, wird positive sowie negative Aspekte mit sich bringen.“

Und trotzdem ist sie da, die Angst, eine „falsche“ Entscheidung zu treffen.

Ich denke, es gibt keine falschen Entscheidungen, solange (!) wir diese aus dem Herzen heraus entscheiden und dabei authentisch bleiben.

Aber gerade daran scheitert’s ja oft mal: Dass wir eher dieser Stimme im Kopf glauben, anstatt unserem Bauchgefühl zu vertrauen.

Was sagt dir dein Herz und was sagt die Angst?

Ich glaube, ich spüre intuitiv immer recht schnell, was die richtige Entscheidung für mich in diesem Moment ist. Mein Problem ist dann nur oft, dass sich manchmal schon einen Tag oder eine Woche später, eine andere Entscheidung genau so richtig und gut anfühlen kann.

Und das verwirrt mich dann total!

„Ich überlege dann soviel, dass ich im Endeffekt gar keine Entscheidung mehr treffen kann.“

Es ist so wichtig zu unterscheiden, ob gerade unser Herz zu uns spricht, oder, ob es doch unsere Angst ist, die uns wieder mal davon abhalten möchte etwas zu wagen. Diese Angst, die uns viel lieber in dieser gemütlichen Komfortzone lassen will und es bevorzugt, weiterzuträumen anstatt ins Tun zu kommen.

Wie also schaffst du es am besten, die richtige Entscheidung für dich zu treffen?

Raus aus dem Kopf, rein in den Körper!

Was mir beim Entscheidungen treffen immer mega gut hilft, ist es, raus aus dem Kopf, rein in den Körper zu kommen! Für mich funktioniert das am besten beim Tanzen! Das freie, leichte Bewegen, am besten zu lateinamerikanischer Musik, wirkt jedes mal wie ein Wunder. Die Gedanken werden leiser, und ich spüre wieder viel mehr, was ich wirklich will und für mich richtig ist.

Also:

Tipp #1 Bewegung

Bewege dich! Komm ins Schwitzen! Und fühle danach in dich rein, was sich für dich richtig anfühlt. So kannst du die Entscheidung dann auch ganz klar aus dem Körper heraus treffen, und nicht nur mit dem Verstand.

Tipp #2 Erde dich

Am besten barfuß im Wald spazieren gehen, wenn du die Möglichkeit dazu hast. Hauptsache barfuß und in die Natur! Der Effekt ist einfach unglaublich. Ich mache das auch bei Schlechtwetter, wenn es regnet, und ich das nasse Moos unter meinen Füßen spüre. Also, probier das gerne mal aus, und nimm dir danach Zeit, nochmal über deine Entscheidungen nachzudenken.

Tipp #3 Mutig sein

Wenn wir ehrlich zu uns sind, fühlen wir eh oft schon, für was wir uns gerne entscheiden würden. Oft fehlt uns dann aber einfach nur der Mut dazu, beziehungsweise die Angst ist einfach zu groß.

Schau also, dass du es trotz der Angst einfach machst. Die Angst wird nämlich sowieso vorher nicht weggehen. Also, trau dich einfach!

Ich hatte ja jahrelang den Wunsch ortsunabhängig zu arbeiten und jederzeit an jedem Ort sein zu können, wo ich eben gerade sein möchte. Ich hatte aber solange Angst davor, alleine zu reisen, dass ich mich immer wieder für die damals für mich am sichersten Variante entschieden habe: Nicht alleine zu reisen.

Jahrelang erzählte ich meinen Freunden immer wieder dasselbe: „Ja, ich würde so gerne herumreisen. Mal für eine längere Zeit. Aber alleine? Ich weiß nicht. Ich trau mich nicht.“

Irgendwann war ich dann schon selbst so genervt davon, dass ich mir dachte: „Ok Carmen, entweder du machst das jetzt einfach, oder du lässt es bleiben und gibst diesen Traum vom Reisen um die Welt auf.“

Tja.

Natürlich hab ich den Traum nicht aufgegeben, denn: Dieser Drang und Wunsch war einfach so stark immer schon in mir, dass ich es trotz der Angst vor diesem großen Schritt, wagte und mich ins Ungewisse stürzte. Trotz der Angst.

Es war alles andere als leicht, aber ich spürte immer wieder, dass es das Richtige für mich ist, und ich am Ende für den Mut belohnt werden würde. Und genau so war es dann auch.

Tipp #4 Ausprobieren

Ganz ehrlich? Wenn du auch schon solange davon träumst die Welt zu bereisen oder dich vielleicht selbstständig zu machen oder was auch immer es bei dir ist, wovon du schon ewig träumst: probier es einfach aus.

Was soll schon passieren?

Du kannst jederzeit wieder zurück in dein altes, sicheres Leben. Das einzige was du wirklich bereuen würdest, ist, es niemals ausprobiert zu haben.

Ich denke da auch immer wieder an die begrenzte Zeit, die wir auf dieser schönen Welt haben. Wir wissen nie was morgen sein wird. Worauf also warten? Wenn du gesund bist und deine derzeitigen Lebensumstände es zulassen, dann mach es doch einfach.

„Lebe dein Leben. Jetzt. Weil wir keine Ahnung haben, was morgen sein wird.“

Tipp #5 Den ersten Schritt wagen

Wahrscheinlich der wichtigste Tipp: den ersten kleinen Stein ins Rollen zu bringen. In meinem Fall war das das Kündigungsgespräch mit meinem Chef. Das war so ein großer Schritt für mich. Ich war wirklich aufgeregt! Und dann war es so, dass er sich für mich freute und meinte:

„Das passt sowieso viel besser zu dir. Du gehörst in die Welt hinaus Carmen, und nicht an den Bürosessel gefesselt.“

Das war der erste Stein, der alles ins Rollen brachte.

Ich glaube, dass ich auch deshalb so aufgeregt war, weil ich genau wusste: Wenn das jetzt mal heraussen ist, dann passiert es tatsächlich. Dann ist es nicht mehr nur in meinem Kopf, als Idee, als Traum. Nein, dann gibt es kein Zurück mehr. Das, von dem ich solange gerträumt habe, beginnt dann wirklich Realität zu werden.

Ja, und so folgten dann alle weiteren Schritte mit Wohnung kündigen, Möbel verkaufen, Pläne schmieden, wo ich als erstes hinreisen möchte und jetzt sitze ich ein Jahr später hier (momentan gerade zuhause in Österreich) und schreibe auf meiner eigenen Website einen neuen Blogbeitrag.

Mein Traum, überall auf der Welt zuhause zu sein, hat also letztes Jahr begonnen und geht jetzt natürlich weiter. Denn jetzt geht es darum, immer wieder auch klar zu entscheiden, wie es weitergeht. Was ich mir aufbauen möchte, wo es als Nächstes für mich hingeht und so weiter. Da ist es wichtig:

Den Fokus beizubehalten

Wichtig ist es, den Fokus beizubehalten. Es ist so einfach, den Fokus zu verlieren. Weil es halt auch soviele Möglichkeiten gibt. Und sich auch ständig neue Türen öffnen, und du dann wieder entscheiden darfst, ja, gehe ich da durch, oder nein, die passt nicht so ganz zu mir. Besser zumachen und eine andere öffnen.

„Klare Entscheidungen helfen dabei, in die richtige Richtung zu gehen und den Fokus beizubehalten.“

Also, wenn du auch gerade im Entscheidungsdilemma feststeckst, dann bewege dich, tanze, gehe raus in die Natur und spaziere barfuß durch den Wald. Fühle dann in dich hinein, und entscheide aus deinem Herzen heraus und beginne trotz der Angst, mutig den ersten Stein ins Rollen zu bringen.

Ein Kommentar zu „Herzensentscheidungen treffen: 5 Tipps“

  1. […] Freiheit zeigt sich auch in der Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Solange bleiben wir oft in unserer Komfortzone, nur weil wir Angst vor Veränderung haben. Ich […]

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